Mit fremden Federn schreiben? Mit Creative Commons erlaubt

Schreiben ist ein schönes und ein mühseliges Handwerk. Wer wie ich täglich Texte schreibt, lektoriert oder redigiert, weiß das genau. Es ist genauso Arbeit, aus einer gelieferten Bit-Wüste Bleiwüste eine feine Lese-Oase zu machen, wie eine Text-Reihe von Anfang an zu entwickeln. Auch wenn zu einer gründlichen Recherche immer gehört, das zu lesen, was andere zum Thema geschrieben haben – Abschreiben geht gar nicht.

Wenn ich den Auftrag bekomme, eine Website inhaltlich zu gestalten, dann liefere ich selbstverständlich originäre Inhalte. Ich schreibe nicht ab und erwarte auch von anderen, dass sie nicht bei mir abschreiben. Das ist nicht nur für meine, sondern auch für die Reputation meines Auftraggebers entscheidend. Abschreiben lassen kann hingegen eine sinnvolle Lösung sein – zumindest mit Creative Commons.

Mit Creative Commons ein Thema bekannt machen

Wenn ein Auftraggeber eine Website zu einem Thema bietet, über das es noch wenig Informationen online gibt, das aber gleichzeitig für viele von Interesse sein könnte, empfehle ich ihm, seine Inhalte mit einer Creative Commons Lizenz anzubieten. Sie sollte es in diesem Fall erlauben, Texte und Bilder weiterzuverbreiten, wenn der Name des Auftraggebers und die Quelle (seine Website) genannt werden. Eine solche Lizenz kann ein Thema bekannter machen und für qualitativ hochwertige Links sorgen, wenn die eigenen Texte an anderer Stelle eingesetzt werden.

Ansonsten aber ist Abschreiben unerwünscht. Das sieht auch Kommunikationsexpertin Kerstin Hoffmann so, die ihren Lesern heute in ihrem Blog PR-Doktor neun Regeln wider den Textklau hinter die Ohren schreibt: Textklau & Co: Wo Content Curation aufhört!

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